Schutz- und Hygienekonzept für Busreisen gemäß Satz 1 und § 11 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 der Siebten Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) vom 1. Oktober 2020

Für touristische Reisebusreisen gelten Satz 1 und § 11 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 mit der Maßgabe entsprechend, dass das Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, für Wohnen, Bau und Verkehr und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen ist.

1. Organisatorisches:

Für Busreiseveranstalter gilt grundsätzlich das Hygienekonzept für Touristische Dienstleister. Es gelten die Voraussetzungen der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Als allgemeiner Grundsatz gilt:

- Jeder ist angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren.

- den Personenkreis möglichst konstant halten.

- Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.

- Personen und Gäste müssen im Innenbereich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Im Außenbereichen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend, wenn die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m nicht jederzeit zu gewährleisten ist. Diese Verpflichtung gilt nicht für Kinder bis zum sechsten Geburtstag.

- Ist in einzelnen Bereichen verstärkt mit aerosolbildendem Verhalten (z. B. Singen, lautes Rufen etc.) zu rechnen, ist ein entsprechend größerer Abstand zwischen den Personen sicherzustellen.

- Personen, für die im Verhältnis zueinander die allgemeine Kontaktbeschränkung nicht gilt, haben die Abstandsregel nicht zu befolgen.

- In geschlossenen Räumlichkeiten ist stets auf ausreichende Belüftung zu achten.

- Gewährleistung, dass die maximale Teilnehmerzahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.

- Mitteilung an die Teilnehmer, dass Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten sind.

- Für den Fall einer nachträglich identifizierten COVID-19-Erkrankung muss die Identifikation aller Teilnehmer und ihre Kontaktmöglichkeit gewährleistet sein.

- Durchsetzung der Einhaltung des Schutz- und Hygienekonzepts gegenüber den Teilnehmern.

- Vorschriften anderer Länder sind zu jeder Zeit einzuhalten (z B. das permanente Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Außenbereichen).
 
Gegenüber Gästen, die die Vorschriften nicht einhalten, wird konsequent vom Hausrecht Gebrauch gemacht
 
 
2. Generelle Sicherheits- und Hygieneregeln

Ausgeschlossen von der Nutzung touristischer Dienstleistungen sind:
- Personen mit Kontakt zu COVID-19-Fällen in den letzten 14 Tagen
- Personen mit unspezifischen Allgemeinsymptomen und respiratorischen Symptomen jeder Schwere


- Die Teilnehmer sind vorab in geeigneter Weise über diese Ausschlusskriterien zu informieren (z.B. Aufnahme in Buchungsbestätigungen oder durch einen Aushang).
 
- Sollten Teilnehmer während der Busreise Symptome entwickeln, haben sie sich unverzüglich zu isolieren und dürfen Gemeinschaftsräumlichkeiten nicht mehr betreten.
 
- Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles: Eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand ist zu führen. Ausschließlich zum Zwecke der Auskunftserteilung auf Anforderung gegenüber den zuständigen Gesundheitsbehörden darf eine Übermittlung dieser Informationen erfolgen. Die Dokumente werden so verwahrt, dass Dritte sie nicht einsehen können und die Daten vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust oder unbeabsichtigter Veränderung geschützt sind. Daten werden nach Ablauf eines Monats vernichtet. Der Gast wird in geeigneter Weise bei Erhebung der Daten entsprechend den Anforderungen an eine datenschutzrechtliche Information gemäß Art. 13 DSGVO informiert.
 
- Möglichkeit zur hygienischen Händedesinfektion sind vorhanden.
 
- Lüftungskonzept:
Zur Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches ist die Lüftungsfrequenz an Raumgröße und Nutzung anzupassen. Bei Busreisen, werden notwendige Pausen eingehalten und das Fahrzeug währenddessen gelüftet. Sofern Lüftungsanlangen vorhanden sind, ist darauf zu achten, dass es zu keiner Erregerübertragung kommen kann, z. B. durch Reduzierung des Umluftanteils, Einbau bzw. häufiger Wechsel von Filtern.
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist für Teilnehmer einer Busreise verpflichtend.
 
- Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist bei Verlassen des Busses Pflicht.
 
- Vorabinformation über das Einhalten des Abstandsgebots von mindestens 1,5 m und über die Reinigung der Hände unter Bereitstellen von Desinfektionsmöglichkeiten.
 
- Ein Reinigungskonzept ist vorhanden. Reinigungsleistungen während und nach jeder Fahrt werden intensiviert.
 
3. Umsetzung der Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter & Gäste im betrieblichen Umlauf

- Der haptische Kontakt der Gäste zu Bedarfsgegenständen (Tür- bzw. Sitzgriffe, Hebel, etc.) wird auf das Notwendige beschränkt oder so gestaltet, dass nach jeder Benutzung eine Reinigung/Auswechslung erfolgt.
 
- Laufwege der Gäste sollten nach den örtlichen Möglichkeiten geplant und vorgegeben werden. Der Ein- und Ausstieg (Reisebus) erfolgt nach einem vorgegebenen Muster.
 
- Gästetoiletten werden regelmäßig gereinigt. Es wird sichergestellt, dass Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel und Einmalhandschuhe zur Verfügung stehen. Gäste werden über richtiges Händewaschen (Aushang) und Abstandsregelungen auch im Sanitärbereich informiert. Soweit erforderlich, wird der Zugang geregelt, um die Einhaltung des Mindestabstands sicherzustellen.
 
- Selbstbedienung erfolgt entweder an Bedienbuffets unter Einhaltung der örtlichen Hygienegegebenheiten aus der Gefährdungsbeurteilung oder an offenen Buffets unter folgenden Voraussetzungen: Gäste können verpackte Produkte selbst entnehmen sowie offen präsentierte Speisen und Getränke, wenn Einweg-Handschuhe oder Einweg-Vorlegebesteck verwendet werden. Dabei muss der Infektionsschutz in gleicher Weise gewährleistet werden können wie bei Bedienbuffets. Zudem ist jeweils sicherzustellen, dass Geschirr und Besteck nicht durch mehrere Personen berührt werden.

- Die allgemeinen Hygieneregeln sind bei der Anlieferung, Einlagerung und Verarbeitung von Lebensmitteln einzuhalten.
 
- Der Konsum von Alkohol ist verboten.
 
4. Umsetzung in den Büroräumen

- Aufenthalt von max. 8 Personen (1 Kunde pro 10 m²)

- Trennung und Gestaltung der Verkehrswege. Gäste haben hierzu bitte Markierungen und Aushänge zu beachten

- Mund-Nasen-Bedeckung ist für Gäste und Mitarbeiter verpflichtend

- Oberstes Gebot ist die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu Personen, die nicht im Verhältnis zueinander stehen.

- Aufenthalts- und Büroräume werden regelmäßig gelüftet

- Regelmäßige und in kurzen Abständen durchzuführende Reinigung aller häufig berührten Flächen (Türklinken und –griffe, Handläufe, Tastaturen, Armaturen)

- Desinfektionsmittel wird den Gästen und Personal zur Verfügung gestellt
 
 

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